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COVID Massentest - Blutverdünnung

hwarter , December 07 2020
hwarter

Mit Bezug auf den INR-Newsletter (COVID - Massentest in Tirol nicht für Blutverdünner) habe ich heute mit meinem Hausarzt gesprochen. Er hält diese Maßnahme für sinnvoll. Es könnte beim Abstrich der Nasenhintergrund verletzt werden. Diese Verletzung löst eine starke Blutung aus, die meist nur im Krankenhaus gestoppt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen!

hwarter

Ergänzung:

Die Anfragen von Heinz Spitzer und mir beim Sozialministerium, beim für Gesundheit zuständigen LHStv. der Sbg. Landesregierung und beim Gesundheitsamt des Bezirkes Sbg. Umgebung blieben bis jetzt unbeantwortet!
Ich bin über so viel Ignoranz gegenüber einer äußerst vulnerablen Gruppe von Patienten echt sauer!

Umgehend rasch reagierte der Leiter der Gesundheitskasse Salzburg auf die Anfrage von Heinz Spitzer und bestätigte die Bedenken und riet, nur bei einem Arzt des Vertrauens bei Bedarf einen RACHENABSTRICH vornehmen zu lassen und wegen des Blutungsrisikos NICHT am Massentest teilzunehmen.

In Salzburg müssen diese Tests beim Arzt meinem Wissen nach selbst bezahlt werden.

mmmmav

Da stellt sich die Frage, wie die Ärzte in Salzburg auf Menschen mit Gerinnungshämmer reagieren - wird der INR gesenkt oder wird drauf gehofft das es von alleine aufhört??

Weil die Ärzte in Wien und LKH Mistelbach wird eine Reduzierung des INR-Wertes nicht empfohlen erklärt, bei der Behandlung mit "alkoholischen Mitteln" wird der INR gesteigert!!
Hatte schon mal 2 starke Nasenbluten - September 2018 und April 2020.

hwarter

Hallo Thomas,

Mein Hausarzt (und nicht nur dieser) sagt, dass nur ein RACHENABSTRICH beim Arzt für uns sinnvoll ist. Die Gefahr, dass die Nasenhinterwand verletzt wird, ist wegen der kaum zu stillenden Blutung zu groß.

Falls du auf Twiitter bist, es gibt gerade einen interessanten Tweet von Armin Wolf über falsche Abnahmetechniken.



Liebe Grüße, Helmut!

f
forumadmin

Wir haben das Problem einer Fachärztin der ÖASA dargelegt und zunächst folgende Antwort bekommen:

Leider konnte ich auf wissenschaftlicher Basis keine Informationen finden, die rechtfertigen, dass man Patienten mit Vitamin K-Antagonisten nicht testen sollte.
Der Zeitungsartikel, der sagt, dass es zu falschen Testergebnissen kommen kann, ist falsch.

Faktum ist, eine nicht fachgerechte Abnahme kann zu schweren Komplikationen führen und diese könnte bei bestehender Gerinnungshemmung natürlich noch komplizierter werden.
Nachdem die Abstriche bei den Massentest nicht immer von medizinischem Personal vor allem. nicht von ärztlichem Peronal durchgeführt werden, sichern sich die Organisatoren ab.
Bei einem fachgerecht durchgeführten Abstrich, sehe ich keinen Grund, warum ein Patient mit Marcoumar oder Sintrom nicht abgestrichen werden sollte. So funktioniert es bei uns im Krankenhaus auch ohne Probleme und (mir bekannter) Komplikationen seit Anbeginn der Pandemie.

Herzliche Grüße

Selbsthilfegruppe von Gerinnungspatienten