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Absetzung Marcoumar und Umstellung auf Lixiana

michi , September 07 2020
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michi

Hallo,
Ich hatte vor vielen Jahren eine Lungenembolie aufgrund einer Faktor V Leiden Mutation homozygot und möchte fragen wie andere damit umgehen. Die Ärzte meinten, ich solle Marcoumar absetzen und statt dessen Lixiana nehmen.
Wie stehts hier um Erfahrungen? Ich bin als Selbsttesterin gut eingestellt und hatte zum Glück auch nie Komplikationen. Bei kleineren Op´s wird ja dann das Lixiana auch weggelassen aber auch kein Lovenox gegeben. Gibt es hier jemanden, dem es ähnlich ergangen ist? Ich habe etwas Sorge, dass es zu einer Thrombose kommen könnte. Vielleicht bin ich auch nur nervös, weil ich mich an das Marcoumar gewöhnt habe. Und das neue Medikament richtig und gut wäre. Ich danke für Infos.

mmmmav

Hallo Michi!

Ich würde diese Frage in "Fragen an den Arzt" stellen.

Ich weiß nicht mal wie viele Patienten hier registriert sind, die Auskunft geben können!
Es hat mal geheißen (bin mir nicht mehr sicher ob es stimmt!), dass die Patienten aus INR-Austria ausgestiegen sind, da die DOAC's nicht mehr als Gerinnungshemmerpatient gilt.

Normalerweise sollte bei jeder Gerinnungstherapie, egal ob OAC und DOAC beim absetzen mit Heparin (z.B. Lovenox) gespritzt werden, um die Thrombosen-Gefahr zu mindern!

Mir wurde selbst mal das Lixiana vorgeschrieben, aber ich habe mich gewährt weil keiner mir sagen kann ob die Nebenwirkungen auch bei mir vorkommen kann.
Habe ein größeres Risiko bei einigen Nebenwirkungen die durch das Medikament verstärkt auftreten können!!

m
michi

Danke thomas für die info lgm

G
Galileo

Hallo Michi ! Es ist einfach nicht einzusehen wieso Ärzte gut eingestellte Selbstmesser umstellen wollen. Ein Medikament dass ich vertrage und ich noch dazu kontrollieren kann, ist von Vorteil.
Alleine die Sicherheit bei langen Reisen ist viel wert. 3Ärzte 3 Meinungen !!!!
Wünsche Dir viel Gesundheit, Galileo

mmmmav

Galileo:

Hallo Michi ! Es ist einfach nicht einzusehen wieso Ärzte gut eingestellte Selbstmesser umstellen wollen.


Nun ja, es gibt schon Gründe warum eine Umstellung "sinnvoll" ist!

Man will die Patienten von Herz- und Gefässrisiko (Schlaganfall) und den Patienten mit Venenentzündung/Lungenembolien/Throbosen trennen.
Herz- und Schlaganfallpatienten bekommen das "teuere" Medikament und die anderen das "billigere" Medikament!
Diese "teueren" Medikamente sind die mit den meisten Erfahrungen: Marcoumar, Sinthrom, usw.
Die "billigeren" Medikamente sind die DOACs: Pradaxa, Xarelto, Lixiana, usw.

In letzer Zeit kommen in der COVID-19-Pandemie seltsame Dokus (auf mdr, BR, ZDF, ARD, usw.) in dem genau diese Medikamente zwischen billig und teuer erklärt wird und wo die am besten Wirken!
Wobei ich sagen muss, dass sich ältere Menschen genau an diese Fachärzte aus dem Fernsehen/Internet mehr glauben als in den Ordinationen und Spitäler.

Hatte letztes mal wieder ein Gespräch mit meiner Mutter, da am vorabend mal wieder das Thema um die Gerinnung gibt!
Sie konnte mir nicht sagen bei welchen Sender es ging.

Selbsthilfegruppe von Gerinnungspatienten